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Palmsonntag bei den Immergrünen von Kolbermoor

 

 
 

Still ist es durch die Pandemie im jährlichen Kreislauf des Trachtenvereins Immergrün Kolbermoor geworden. Der Palmsonntag jedoch konnte trotz aller derzeitigen Umstände feierlich begangen werden.

Durch die verschiedenen Angebote der Kolbermoorer Stadtkirche hierfür, konnte jedes interessiertes Vereinsmitglied am Vormittag an der Katharinen Kapelle in Lohholz seinen persönlichen Palmsegen empfangen.

Um den Brauch nicht nur auf die teilnehmenden Mitglieder zu beschränken und um jedem Vereinsmitglied eine Freude zu bereiten konnte sich jeder Haushalt der Immergrünen an einem kleinem Osterpräsent erfreuen.

Dies bestand aus einer kleinen Primel, einem gesegneten Palmbuschen sowie einer Osterkarte. Viel fleißige Helfer waren die letzten Wochen für das Binden der Buschen aktiv, auch haben die gemalten Bilder der Kinder die Osterkarte geschmückt. 

So konnte die schöne Tradition des Palmsonntags in jeden Haushalt auch zu dieser Zeit weitergegeben und bewahrt werden und allen ein kleiner Lichtblick übermittelt werden.

      Palmsonntag

 

Oa Trachtenjahr ois andere wia normal g´wohnt   

 


 
 Oa Trachtenjahr ois andere wia normal g´wohnt

Auf ein sehr ruhiges Trachtenjahr blicken die Vereinsmitglieder des Trachtenvereines Immergrün heuer zurück. Der sonst so aktive Jahresablauf der stark von einer Vielzahl von kirchlichen und weltlichen Festen geprägt ist, fand mit der Pandemie und der daraus resultierenden Beschränkungen ab Mitte März ein jähes Ende. In Zeiten des Verzichtes und der Besinnung wurde erst einmal richtig bewusst wie stark die Gemeinschaft das eigene Leben mit den gemeinsamen Zusammenkünften bei Proben, Vereinsabenden, Wallfahrten und Trachtenfesten prägt.

Im Rahmen der Möglichkeiten versuchte die Vorstandschaft immer wieder kleine Lichtblicke zu geben, um sich an die Zeiten in Normalität wieder zu erinnern und um neuen Mut zu schöpfen. So konnte im April vor dem Palmsonntag der selbst gebastelte Palmbuschen zur gemeinschaftlichen Weihe gebracht werden. Im Mai erinnerte ein kleiner Gruß als Postkarte an die Höhepunkte der vergangenen Jahre.

Mit den angepassten Beschränkungen, war es ab Juni für die Jugendleiter wieder möglich mit den Kindern und der Jugend einen zarten Start in die Proben zu wagen. So konnte unter freiem Himmel und mit gebührendem Abstand das Dirndldrahn und Schuhplatteln wieder geprobt werden. Auch die Goaßlschnalzer und Trommler starteten zu diesem Zeitpunkt wieder ihre wöchentlichen Proben.

 Durch die weiteren Lockerungen fand im August die erste richtige Begegnung der Vereinsmitglieder statt. In gemütlicher Runde wurde beim Brückenwirt ein kleiner Frühschoppen veranstaltet, der von den Vereinsmusiker umrahmt wurde. Da man den jährlichen Besuch des Rosenheimer Herbstfestes nicht ganz ausfallen lassen wollte, entschloss man sich zu einem gemütlichen Treffen in der Flöztinger Alm. So konnte zumindest ein wenig Frohsinn im vertrauten Kreis den Herbst einleiten. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen Anfang Oktober entschloss man sich, sämtliche Proben wieder zu beenden, um ein mögliches Ansteckungspotenzial für alle Beteiligten zu vermeiden. Die für Dezember geplante Weihnachtsfeier im freien musste aufgrund der ab November geltenden Maßnahmen wieder abgesagt werden. Jedoch konnte sich die Jugend am Nikolaustag über ein kleines Sackerl mit Süßigkeiten erfreuen – auch die ältere Generation wurde vom Nikolaus uns seinen Helfern mit einer Vereinskerze und einem schokoladigen Gruß bedacht.

Ist derzeit das Vereinsleben auch wieder vollständig zum Erliegen gekommen, blickt man trotzdem hoffnungsvoll in die Zukunft. So dass, nach dem Ende der Pandemie Sitt und Tracht der Alten wieder an die kommende Generation weitergegeben werden kann und das Kolbermoorer Stadtleben aktiv mitgestaltet wird, auch wenn dieser Zeitpunkt wohl noch längere Zeit auf sich warten lässt.

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